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Verhaltenstherapie Hannover

 

Im Bereich Hannover liegt derzeit ein Angebot zu Verhaltenstherapie vor:

Die Verhaltenstherapie ist der bekannteste Therapieansatz in der Psychotherapie. Er wird bei verschiedenen seelischen Erkrankungen eingesetzt. Besonders zu Behandlung von Abhängigkeiten, Angststörungen, Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen kommt diese Therapieform zum Einsatz. Ausgangspunkt ist immer eine umfangreiche Verhaltensanalyse. Diese Analyse orientiert sich am SORKC-Modell von F. Kanfer. Dieses Modell beschreibt die Faktoren, die ein bestimmtes Verhaltensmuster bedingen: Situation, Reiz, Reaktion, Konsequenz. Je nach Gewichtung der Faktoren wird dann eine geeignete Therapie durchgeführt.

 

Je nach Erkrankung werden verschiedene Bereiche der Verhaltenstherapie eingesetzt. Generell zeichnet sich die Verhaltenstherapie dadurch aus, dass Sie durch das Neuerlernen von Verhaltensmustern psychisches Leiden lindern soll und die Handlungsfähigkeit des Patienten in der Gesellschaft verbessert. Die unterschiedlichen Krankheitsbilder gehen mit veränderten Verhaltensmustern einher. Diese Verhaltensmuster werden vom Patienten verinnerlicht und beeinflussen sein privates, berufliches und gesellschaftliches Leben. Dieses erlernte Verhaltensmuster wird mit Hilfe der Verhaltenstherapie aufgebrochen und normalisiert. Zu diesen Therapien können Konfrontationstherapie, Desensibilisierung oder auch ein Angstbewältigungstraining zählen. Die Fort- und auch die Rückschritte, die der Patient während der Verhaltenstherapie durchläuft, werden vom Psychotherapeuten begleitet und meist in einem Tagebuch vom Patienten dokumentiert.

 

Ein Patient mit einer Angststörung wird beispielsweise immer Verhaltensmuster entwickeln, die ihn dazu bringen, nicht in eine angstauslösende Situation zu geraten. Die Anstrengungen, die der Patient hierfür aufbringt, sind oft enorm und kosten sehr viel körperliche und psychische Energie. Ähnlich verhält es sich mit den Verhaltensmustern bei Essstörungen oder der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ziel ist es, nicht nur der Gesellschaft die Erkrankung so lange wie möglich zu verheimlichen. Das erlernte Verhalten sorgt auch dafür, dass ein Leben für die Patienten mit ihrer Krankheit möglich ist.

 

Zu den Therapieformen der Verhaltenstherapie gehören vor allem: Kognitive Verhaltenstherapie, Paar- und Familientherapie sowie die Individual- und Gruppentherapie. Vor allem der kognitiven Verhaltenstherapie kommt im Bereich der Psychotherapie ein besonderer Stellenwert zu, denn diese befasst sich mit der Auseinandersetzung mit den erlernten, krankheitsbedingten, gestörten Verhaltensmustern in einer Verhaltensanalyse und erarbeitet, gemeinsam mit dem Patienten, neue, gesunde, Verhaltensmuster.

 

Allen Formen der Verhaltenstherapie ist gemein, dass Sie auf die Aktion des Patienten angewiesen sind. Anders als bei anderen Bereichen der Medizin ist die aktive Mitarbeit des Patienten ausschlaggebend. Nur er kann seine Verhaltensmuster ändern, der Therapeut kann ihm dabei nur hilfreich zur Seite stehen. Da die Veränderung des Verhaltens nur schrittweise vorangehen kann, dauert eine Verhaltenstherapie oft mehrere Jahre. Im Zuge der Therapie erlernt der Patient Handlungsweisen, die ihm nicht nur erlauben, die erlernten Verhaltensmuster seiner Erkrankung zu ändern. Auch Präventivmaßnahmen, die es ermöglichen, dass er frühzeitig krankhafte Veränderungen in seinem Verhalten erkennt und gegensteuert, sind Teil der Behandlungsform.